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Text von Steffi Hüttner, Kunstführer Pankow 10

Skadi Engeln


Alles wird still. Wenn Sie sich in die Atmosphäre der Malerei von Skadi Engeln hineinbegeben, wird Ihnen die Ruhe auffallen, in die Sie ihre Bilder versetzt. Eine Ruhe, die von den Farben getragen wird, die Ihre Bilder in einer ungemeinen Sinnlichkeit bevölkern.

In Ihrem Atelier fordern großflächige Landschaften mich zum Verweilen auf, erzwingen meine volle Aufmerksamkeit. Ich wandere durch vertrautes Gebiet, rieche die Frische des Grases nach dem Gewitter, das sich gerade am Horizont auflöst, lass mich auf einem Hügel nieder und beobachte den langsamen Abstieg der Sonne über rapsgelben Feldern.

Diese Portraits der Natur von Skadi Engeln wirken auf mich wie eine Existenzbestätigung der Welt und ihrer Ordnung und doch, sie brechen aus ihrer Realität aus, sind Scheinwelten. Ihr Dasein ergibt sich aus einem eminenten Einfall von Farbe, deren Verdichtung ihr Stabilität verleiht und die sich wie nach einem Ausbruch wieder ermüdet.

Es sind diese feinen Nuancen, mit denen die Malerin durch Farbe der Form eine unerhörte Tiefe gibt und eine perspektivische Raumeserweiterung hervorruft.

Horizonte von unermesslicher Weite tun sich in ihren Bildern auf, aber sie öffnen sich nicht vollkommen, können nicht wirklich ergründet werden. Skadi Engeln hat die Welt mit einem Schleier überzogen, dessen Gewebe die Realität in Ausschnitten durchdringen lässt und sie in einen poetischen Kontext stellt.